Messerealisierung vs. Messebau

Foto Christian Müller

So pauschal und falsch, wie ich wiederkehrend als Frau Grafica angesprochen werde, so pauschal wird der Begriff Messebau für ein Dienstleistungsspektrum verwendet, das eher den Namen Messerealisierung verdient.

Nun mag mancher sagen: „Das ist doch Wortklauberei. Was soll da schon groß unterschiedlich sein?“
 Bringt uns also zu der Frage:
Gibt es einen Unterschied zwischen Messerealisierung und Messebau?
JA, den gibt es. Und zwar einen gewaltigen!

Unser Messeexperte Christian Müller, mit mehr als 20 Jahre Erfahrung, erklärt den Unterschied:

„Messen haben ein sehr großes Spektrum und Messebau ist lediglich ein Teil davon. Dieser Teil ist ganz wichtig, steht aber nicht an erster Stelle. Messebau heißt Umsetzung. Das beschreiben wir aber gleich, denn für einen reibungslosen Messeauftritt, muss man zuerst die Messewelt an sich verstehen. Denn nur dann lassen sich die Erwartungen, neue Geschäftsfelder zu erschließen, auch realisieren. Dazu braucht es mehr als einen „aufgebauten Stand“.

Unter Messerealisierung versteht man das Ganze. Mit einer gezielten und strategischen Planung lässt sich Ihr Messeauftritt optimal konzipieren.
Was ist Ihr Ziel? Was Ihr Grundsatz? Welches sind die Interessenten? Welche Fakten sind für Ihre Firma wichtig und wie kann die Unternehmensführung positiv auf den Erfolg einwirken?
Von der Analyse, Konzeption, Vorbereitung und Planung, über die Entwurfs- und Detailplanung bis hin zur Produktion und zum Messe(auf)bau und Messe(ab)bau, nicht zu vergessen die persönliche Betreuung vor Ort – das alles gehört zur Messerealisierung. Auch bei den Punkten der Messevorbereitung und der Messenachsorge, in Verbindung mit einer Messeschulung für die Mitarbeiter, die auf dem Messestand die Firma nach außen vertreten, unterstützen wir unsere Kunden.

Messebau steht für Gemeinschaft und ist extrem wichtig bei der Messerealisierung. Beim Messebau kommt es auf Genauigkeit an. Alles muss perfekt sein, auch wenn mal etwas improvisiert werden muss. Deshalb ist beim Messebau ein funktionierendes Handwerksteam wichtig, das die Umsetzung beherrscht. Handwerkliches Geschick und Präzision sind gefragt, vom Bodenleger bis zum Licht- und Tontechniker, hier muss jeder Spezialist dabei sein.
Der Messe(auf)bau ist die Endphase, so zu sagen der letzte Schritt vor der Präsentation des Auftritts in der Öffentlichkeit.“

Wir wissen aus Erfahrung, dass strategische Messerealisierung, die einen professionellen Messebau beinhaltet, die optimale Vorbereitung für einen reibungslosen Messeauftritt ist.

Wir haben unsere Messekunden und -interessenten gefragt,
welche Erwartungen sie an ihre Messteilnahme stellen.

Hier ein Auszug der wichtigsten Antworten:

– Sichtbarkeit/Auffälligkeit (bei allen Unternehmensgrößen, besonders jedoch bei kleinen Unternehmen und Start Ups)
– Präsenz (bei bereits etablierten Unternehmen und Konzernen)
– Erweiterung des Kundenstamms und Umsatzsteigerung (bei allen)!

Wie kommt man diesen Zielen näher?

Sichtbarkeit:

Auf sich aufmerksam machen, sichtbar sein, ja, das muss jedes Unternehmen.
Viele Jung- und Kleinstunternehmer neigen dabei zu einem „planlosen Aktionismus“, Hauptsache Dabeisein. 
Vorsicht! Beugen Sie der Enttäuschung vor! 
Fragen Sie sich:
Ist das die richtige Messe für meine Produkte oder Dienstleistung bzw. kommen meine Zielgruppen dorthin?
Wie machen das meine Wettbewerber und was kann ich besser?
Das gilt es herauszustellen! Dann werden Sie wahrgenommen. Denn jeder, wirklich jeder, kann etwas, was andere nicht können oder nicht anbieten oder nicht bedienen können.
Stellen Sie die „Persönlichkeit“ Ihrer Firma heraus.
Es ist wie beim ersten Date. Da geht niemand unvorbereitet hin.
Was soll ich anziehen? Was soll ich erzählen?
Und genau so machen Sie das auch für Ihr Unternehmen.
Wie sieht mein Messestand aus? Wie wirkt er auf andere? Wie präsentiere ich meine Produkte und Dienstleitungen?
Das heißt nicht, dass Ihr Stand „teuer“ sein muss. 
Denn: Wer gute Ideen für seine Messe hat und diese konsequent umsetzt, der kann auch mit einem  überschaubarem Geldeinsatz seine Messeziele erreichen.

Auffälligkeit:

Gegensätze zeigen Nutzung von Produkten und Aktionen beschreiben Menschen.
Tun Sie Dinge, mit denen Ihr Unternehmen in Erinnerung bleibt?

Beispiel:

Positive Auffälligkeit: Wir haben bei einem Stand durch das Klischee „Deutschland = Bier und China = Tee“ Sympathie und Kultur eines Unternehmens erlebt.
Bei einem kühlen Bier oder einem leckeren Tee kamen Menschen schnell und einfach ins Gespräch und ganz einfach wurden so die wichtigen Merkmale des Unternehmens präsentiert. Das hat uns sehr gefreut.

Präsenz:

Wenn Sie auf einer Messe präsent sein wollen, dann tun Sie es bitte bewusst, nicht weil Sie müssen.
Zeigen Sie aktive Präsenz durch Design, Aktionen und Freundlichkeit, denn die richtigen Worte sind die halbe Miete. Denken Sie immer auch vorher schon daran, wer Sie präsentieren soll. Denken Sie an Fußball. Die richtige Auswahl an Spielern erhöht die Gewinnchance. Schaffen Sie Vertrauen, es ist die Basis für neue Kundenbeziehungen und Umsatzsteigerung.

Wir werden hier zukünftig immer wieder unsere Experten zu Wort kommen lassen und Fragen klären, die Sie in den einzelnen Themenbereichen haben. Schicken Sie uns eine Mail mit Ihren Kontaktdaten Fragen, dann melden wir uns bei Ihnen. Oder schreiben Sie einfach einen Kommentar mit Ihren Fragen und beim nächsten Blog-Thema werden wir diese beantworten.

Bis bald
Ihre Tahis González

Ein Gedanke zu „Messerealisierung vs. Messebau“

  1. Hallo Frau Grafica, ähem, Gonzáles, 🙂

    vielen Dank für Ihren Beitrag und die Klärung dieses häufig missverstandenen Begriffs „Messebau“. Wenn sich Unternehmen diese Fragen von Ihnen wirklich zu Herzen nehmen, dann würde ihre Messepräsenz schon in einer ganz anderen Liga spielen. Gerade beim Thema „Präsenz“ liegt da noch einiges im Argen: gelangweiltes Standpersonal, unkreative Ansprache, wenig zielführende Gespräche – weder für den Kunden noch für das eigene Unternehmen.
    Viel Luft also noch nach oben. Bin schon gespannt auf die nächsten Themen.

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